7,2 Millionen für kollaborative KI-Forschungsprojekte

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17. Juni 2020: Mit insgesamt 7,2 Millionen Euro fördert die Helmholtz AI Cooperation Unit 19 Projekte im Feld angewandter künstlicher Intelligenz und maschinellen Lernens. Bis zu 400.000 Euro stehen pro Projekt für die nachhaltige gesellschaftliche Nutzbarmachung der Zukunftstechnologien zur Verfügung. Gefördert werden unter anderen ein Projekt des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) Potsdam sowie des Berliner Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC).

55 Projektanträge wurden insgesamt eingereicht. Ein internationales Expertenpanel wählte daraus 19 “high-risk high-reward” Forschungsprojekte aus, die mit neuartigen analytischen Werkzeugen drängende gesellschaftliche Herausforderungen lösen wollen. Das Geld soll helfen, die Praxistauglichkeit der neuen Ansätze zu erproben. Bis zu drei Jahre sind dafür als Förderzeitraum vorgesehen. Um eine größtmögliche Vernetzung zu erzielen, müssen hinter jedem Projekt zudem mehrere Forschungspartner aus verschiedenen Disziplinen und Zentren stehen.

Mit AI4Flood greift das Potsdamer GeoForschungsZentrum (GFZ) gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) diesen Ansatz auf. So soll die Verschmelzung der Kompetenzen beider Institutionen neue ML-Algorithmen zur Extraktion von Wasserflächen bei Hochwasserereignissen hervorbringen und so die bestehenden satellitengestützten Notfallkartierungsmethoden verbessern.

In Berlin wiederum widmet sich das Max-Delbrück-Centrum (MDC) für Molekulare Medizin mit dem Projekt “SC-SLAM-ATAC: Von Einzelzell-Multiomics zu genregulatorischen Netzwerken” dem Einsatz von Machine Learning bei Einzelzellmessungen von offenem Chromatin und von Genexpressionsdynamik zur Rekonstruktion genregulatorischer Netzwerke.

Weitere Förderrunden sind bereits geplant. Die nächste Ausschreibung soll noch in diesem Sommer erfolgen.

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