Brandenburg: Kontaktnachverfolgung per Luca-App

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27. März 2021: Auch Brandenburg setzt nun auf Kontaktnachverfolgung mittels Luca-App, um die Ausbreitung des Coronavirus im Land einzudämmen. Dazu hat das Land einen entsprechenden Nutzungsvertrag abgeschlossen, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Noch vor Ostern sollen bis zu sechs Landkreise auf das Angebot zugreifen können. Bis Ende April soll es allen Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung stehen.

Die App läuft auf allen gängigen Smartphones und kann kostenfrei genutzt werden. Voraussetzung ist, dass die Gesundheitsämter die Software Sormas einsetzen, was in Brandenburg flächendeckend der Fall ist. Eine Schnittstelle zwischen Sormas und Luca ermöglicht die digitale Nachverfolgung von Kontaktpersonen bestätigter Corona-Fälle im direkten Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt. So sollen Kontaktlisten lückenlos dokumentiert und Infektionsketten möglichst schnell unterbrochen werden können.

991.000 Euro zahlt Brandenburg für die Nutzung der App. Achtzehn Gesundheitsämter im Land können diese bald einsetzen. Auch Berlins Bürgermeister Michael Müller hatte jüngst verkündet, auf die Luca-App setzen zu wollen. Der Vertragsabschluss stünde kurz bevor, wie Senatssprecherin Melanie Reinsch der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Mecklenburg-Vorpommern war als erstes Land einer bundesweiten Entscheidung vorausgeeilt und hatte die App im Alleingang eingeführt. Damit soll der Besuch von Geschäften, Gaststätten, Kultureinrichtungen oder Hotels sicherer bzw. Außengastronomie wieder ermöglicht werden. Berlin kostet der Einsatz der App 1,168 Mio. Euro.

Entwickelt wird die App in Berlin von der Entwicklerfirma Nexenio, einer Ausgründung des Hasso-Plattner-Instituts. Gäste installieren die App auf ihrem Smartphone und checken sich vor Ort ein, indem sie einen QR-Code scannen. So wird automatisch eine persönliche Kontakt- und Besuchshistorie erstellt. Im Falle eines positiven Corona-Tests können die Daten verschlüsselt an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt werden, das dann Kontaktpersonen informiert.

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