Personalpartnerschaften statt Kurzarbeit

6. April 2020: Während einige Unternehmen in der Corona-Krise unter Auftragseinbrüchen leiden, fehlt anderen Personal. Beide Seiten zusammenzuführen hat sich das Berliner Startup Mindshyft auf die Fahne geschrieben und eine Plattform für Personalpartnerschaften ins Leben gerufen.

Das Besondere daran: Die Kooperationen werden direkt zwischen abgebenden und aufnehmenden Unternehmen angebahnt. So muss nicht mehr jeder Beschäftigte in Kurzarbeit seinen eigenen individuellen Weg gehen und Unternehmen müssen nicht mehr um die Rückkehr ihrer Fachkräfte bangen.

Die Gründer von Mindshyft: Philipp Langhanke und Till Pape © Mindshyft UG

“Die Corona-Krise zeigt uns, dass es an der Zeit ist, die Wirtschaft noch stärker zu digitalisieren und neue Wege der Zusammenarbeit zu etablieren”, sagt Philipp Langhanke, Co-Founder und CEO von Mindshyft. Dabei kommt der Idee zugute, dass das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz im Zuge der Corona-Krise ausgeweitet wurde und eine Arbeitnehmerüberlassung unter bestimmten Voraussetzungen nun auch ohne Erlaubnis möglich wird (siehe dazu www.bmas.de). Mindshyft unterstützt die Arbeitnehmerüberlassung neben der Vernetzung potenzieller Partnerunternehmen auch mit rechtlich geprüften, kostenfreien Mustervorlagen.

“Wir wollen den Unternehmen helfen, mit Personalpartnerschaften besser durch die aktuelle Krise zu kommen”, ergänzt Langhanke. Personalvermittler und Zeitarbeitsagenturen sind dabei von der Nutzung der Plattform explizit ausgeschlossen. “Bei uns steht die gegenseitige Hilfe durch Ausgleich von Personalmehr-und Minderbedarf im Vordergrund”, erklärt der Gründer die strikte Ausrichtung des Angebots.

Gemeinsam mit seinem Mitgründer und CTO Till Pape ist Langhanke überzeugt, dass das Modell der Personalpartnerschaften für viele Branchen große Chancen birgt. Auch daher sei ihr Angebot branchenoffen gestaltet und fokussiere nicht nur auf Handel, Landwirtschaft oder das Gesundheitswesen.

Auch der Anmeldeprozess wurde bewusst einfach gestaltet, um die Eintrittsbarrieren möglichst niedrigschwellig zu halten. Zudem wird der Zugang zur Plattform interessierten Unternehmen während der Krise kostenlos angeboten.

Mehr zu Mindshyft erfahren Sie hier: www.mindshyft.de