Berlin als möglicher SprinD-Standort

Die zwölfköpfige Gründungskommission sprach sich für Berlin als Standort für die neue Agentur für Sprunginnovationen aus. © Pixabay /Gerd Altmann

Berlin, 17. Juli 2019: Chef der neuen Agentur für Sprunginnovationen wird der Sauerländer Rafael Laguna, wie Forschungsministerin Anja Karliczek und Wirtschaftsminister Peter Altmaier heute verkündeten. Gleichzeitig brachten sie Berlin als möglichen Standort für die Agentur ins Gespräch. So hatte sich die zwölfköpfige Gründungskommission für die Metropolregion ausgesprochen. Die endgültige Standortentscheidung soll im Einvernehmen mit dem neuen Gründungsdirektor Laguna getroffen werden.

Der 55-jährige Softwareunternehmer Laguna ist Mitgründer und Geschäftsführer der Open-Xchange AG, deren Mailprogramm 75 Prozent aller E-Mail-Server versorgt. Als neuer Chef-Innovator bringt er technisches Wissen und ein breites Netzwerk in der Open-Source-Community mit.

Mit der neuen Bundesagentur soll er künftig dafür sorgen, dass hochinnovative Ideen aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft in Deutschland umgesetzt und am Markt etabliert werden. Im Fokus stehen dabei Anwendungen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), medizinische Forschung und Mobilität. Alles Gebiete, auf denen Deutschland im internationalen Vergleich droht, den Anschluss zu verlieren. In zehn Jahren sollen dafür insgesamt 1 Milliarde Euro investiert werden.

Die Entscheidung für die Hauptstadtregion würde neben dem Prestige vor allem eins bedeuten: die Chance auf geförderte Neugründungen in der Region und mehr Arbeitsplätze. So warb auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller heute für den Standort: „Ich freue mich sehr, dass die Gründungskommission die Metropolregion Berlin als Standort für die Agentur empfohlen hat. Zusammen mit Dietmar Woidke habe ich mich dafür eingesetzt, weil wir davon überzeugt sind, dass unser gemeinsamer Innovationsraum das richtige Umfeld für die Arbeit der Agentur bietet. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch den Gründungsdirektor für diese Idee begeistern und von den Vorteilen unserer Region überzeugen können.“