7,6 Millionen für den digitalen Bahnbetrieb made in Berlin

Mithilfe von Sensoren und Künstlicher Intelligenz sollen Schienennetze und Fahrzeuge künftig in Echtzeit überwacht und vollautomatisiert gesteuert werden. Foto: Pilz GmbH & Co. KG

2. Juli 2021: Mit 7,6 Millionen Euro aus dem Technologie- und Innovationsförderprogramm ProFIT bezuschusst das Land Berlin das Forschungsprojekt “Berliner Digitaler Bahnbetrieb” (BerDiBa) in der Siemensstadt². Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 13,7 Millionen Euro und läuft über vier Jahre. Ziel des Projektes ist es, einen ganzheitlichen Digitalen Zwilling, also ein virtuelles Abbild in Echtzeit, für den Bahnbetrieb umzusetzen. Dieser soll Zustandsdaten der Fahrzeuge und des Innenraums ebenso integrieren wie Umgebungsdaten und Echtzeitdaten zur Infrastruktur.

Zum Einsatz kommen verschiedenste Sensoriken und neuartige Signalverarbeitungsmethoden wie beispielsweise neuronale Netze. Auf Basis der Echtzeitdaten und Künstlicher Intelligenzen soll künftig eine digitale vollautomatisierte Steuerung des Bahnbetriebes realisiert werden. Damit wäre es möglich, beispielsweise Hindernisse im Gleis automatisch zu erkennen und frühzeitig zu reagieren. Auch Veränderungen von Bahninfrastrukturen könnten beobachtet und Gefährdungen von Fahrgästen im Zug rechtzeitig erkannt werden. Zudem trägt ein digital optimierter Bahnbetrieb dazu bei, Emmissionen zu reduzieren und die Sicherheit stark zu erhöhen. 

Zwölf Partner arbeiten im Rahmen des Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science gemeinsam an dem Forschungsvorhaben, darunter Siemens Mobility, die TU Berlin, das Fraunhofer Institut, das Zuse Institut, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und weitere Partner aus Industrie und Wirtschaft. Auch Startups aus den verschiedensten Gebieten der Informationstechnik und Künstlichen Intelligenz sind beteiligt.

>> Hier finden Sie die Pressemitteilung des Berliner Senats.