Barmer gründet neues Forschungsinstitut in Berlin

Das bifg soll künftig Daten zur Krankenversorgung aufbereiten und im Rahmen von Auswertungen und Statistiken öffentlich zugänglich machen. © Foto BARMER

8. Juni 2020:  Mit dem BARMER Institut für Gesundheitssystemforschung (bifg) hat Berlin nun ein neues Kompetenzzentrum für die Versorgungs- und Gesundheitssystemforschung. Beantwortet werden sollen hier vor allem Fragen im Kontext von Gesundheitsversorgung, Finanzierung und Versicherungssystemen. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeit werden durch regelmäßige Publikationen und Onlinepräsenz breit zugänglich gemacht.

Seinen Sitz hat das neu gegründete Institut in der Axel-Springer-Straße in Berlin-Kreuzberg. Organisatorisch bildet es eine eigene Einheit innerhalb der BARMER-Organisation. Für die Umsetzung sollen einzelne bereits vorhandene Ressourcen der zweitgrößten deutschen Krankenkasse neu strukturiert und gebündelt worden sein, so dass keine hohen Mehraufwendungen entstanden seien.

In den drei Forschungsbereichen Strategische Analysen, Gesundheitssystemforschung sowie Medizin und Versorgungsforschung widmet sich das Institut der Aufbereitung und öffentlichen Bereitstellung von Daten zur Krankenversorgung. Dies entspräche nach Berichten des Tagesspiegels den aktuellen Bestrebungen des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn zur Sammlung und Bereitstellung anonymisierter Versichertendaten aller Kassen zu Forschungszwecken.

Das bifg stellt Grunddaten und Statistiken des Gesundheitswesens sowie Auswertungen und Berichte über ein eigenes interaktives Datenportal zur Verfügung.

Begleitet wird die Arbeit des Instituts, das von Gesundheitsökonom Uwe Repschläger geführt wird, durch einen wissenschaftlichen Beirat, dem sechs Experten aus dem Gesundheitswesen angehören.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.zm-online.de.