Berliner Solar-Startup Enpal sammelt 100 Millionen ein

Ab 49 Euro monatlich können Kunden ihre Dächer mit Solaranlagen von Enpal ausstatten – inklusive Wartung und sonstiger Serviceleistungen. © Pixabay / Ulrike Leone

8. Juli 2021: Mit dem wachsenden Klimabewusstsein nimmt auch die Bedeutung von Solarenergie wieder zu. Davon profitiert auch das vor vier Jahren gegründete Berliner Startup Enpal, das sich auf die Vermietung von Solaranlagen spezialisiert hat. 100 Millionen Euro konnte das junge Unternehmen nun in einer weiteren Finanzierungsrunde einsammeln. Fließen soll das Geld in das weitere Wachstum. Das hehre Ziel: Bis Ende des Jahrzehnts will Enpal eine Million Solaranlagen installieren. Stand heute hat das Unternehmen 8.000 Kunden.

Um dieses Ziel zu erreichen, will Enpal vor allem in die Technologie investieren und das Produktportfolio ausbauen. Denn neben der reinen Energiegewinnung geht es zunehmend auch um effektive Speichertechnologien. Lead-Investor der aktuellen Runde ist HV Capital, der ehemalige Holtzbrinck Ventures Fonds, der schon erfolgreiche Unternehmen wie Zalando, Hellofresh, Delivery Hero oder Flixbus finanzierte. Die Investoren sehen für den noch jungen Markt der erneuerbaren Energien enormes Wachstumspotenzial und damit auch für Enpal. Die Zahlen geben ihnen recht: 2020 konnte Enpal bereits einen Umsatz von 56 Millionen Euro verbuchen, im Jahr zuvor waren es gerade einmal 18 Millionen Euro.

Das Geschäftsmodell ist einfach, erfordert aber hohe Anfangsinvestitionen in die Anlagentechnik und die Installation. Über die Miete der Kunden für Solaranlagen und Serviceleistungen holt Enpal das Geld mit Gewinn wieder rein. Nach einer Mietdauer von 20 Jahren kann der Kunde die Anlage für einen symbolischen Wert von einem Euro erwerben. Die Anschaffung der Anlagen finanziert Enpal über Bankkredite. Mit dem frischen Geld können nun weitaus mehr Anlagen vorfinanziert und installiert werden.